Große Erfolge bei den DJEM U14 bis U18 (mit weiterem Bericht)

Die BSJ freut sich über zwei Deutsche Meister, einem Vizemeister und einer Bronze-Medaillen-Gewinnerin . Neben dem zu erwartenden Sieg unserer Ausnahmespielerin Jana Schneider mit ihrem 100 Prozent Ergebnis in der U18w war der Sieg des Ansbacher Jugendlichen Markus Albert, der von Platz 34 aus gestartet bei seiner ersten Teilnahme gleich das als unmöglich erscheinende erreicht hat. Genauso sensationell ist das Abschneiden von Tobias Kolb (punktgleich mit dem Sieger und großen Vorsprung nach hinten), der seinen Freiplatz eindrucksvoll bestätigt hat. Mit dem 3. Platz konnte Svenja als U14 Spielerin sicher auch zufrieden sein.

Markus, Jana, Tobias und Svenja

Leonardo, der ebenso eine AK höher spielte belegte den 5. Platz. Titelverteidiger Jana war in der U16w mit einem guten 6.Platz nicht ganz so zufrieden. In der Königsklasse der U18 konnte sich Benedikt von Platz 15 auf einen starken 7. Platz vorspielen. In einem Nachbereitungslehrgang Anfang Dezember wollen wir auch die Weichen für 2021 stellen.

Einen ausführlichen Bericht aus Willingen erhalte ich hoffentlich noch.

Über 360 Kinder und Jugendliche spielen mit bei den Deutschen Jugendeinzelmeisterschaften vom 19.10.-01.11.2020 im Sauerland Stern Hotel in Willingen.

Informationen aus den Altersklassen: https://www.deutsche-schachjugend.de/2020/dem/

Unsere Spieler:  https://www.deutsche-schachjugend.de/2020/dem/lv/bayern/

Fangen wir mit den Jüngsten an. 3 Siege aus 4 Partien zum Auftakt bei den Jungs und 1,5/2 bei den Mädchen!

In der U 16 holten wir  ebenfalls 1,5/2 und bei den Mädchen 1,4 /4 (leider bereits ein bayerisches Duell).

Die U18 brachte noch kein Erfolgserlebnis und in der U18w starteten wir mit 1/3. Jana wurde ihrer Favoritenrolle in ihrem letzten Jahr bei den Deutschen Jugendeinzelmeisterschaften gerecht.

Rundenbericht 2.Runde:

In der 2. Runde der DEM 2020 konnten die bayrischen Spielerinnen und Spieler wieder einige Punkte sammeln. In der U18 nutzte Benedikt Huber einen groben Einsteller des Gegners und holte damit seinen ersten Punkt. Magnus Junker hatte schnell eine schlechtere Stellung und konnte trotz etwas Gegenspiel die Partie nicht mehr rumreißen.

In der U18w zieht Jana Schneider mit 2/2 los und auch Berrak Albayrak konnte einen halben Punkt sichern. Maria Kühne darf nach einem spielfreien Punkt am Nachmittag wieder ran.

In der U16 steht Tobias Kolb nach zwei soliden Partien bei der vollen Ausbeute. Petro Lohvinov spielte eine schöne Partie, entschied sich aber dafür, das Remisangebot seines Gegners aufgrund seiner schlechten Zeit anzunehmen. Maximilian Lohr muss nach zwei Niederlagen erst noch etwas warm werden.

In der U16w führt Svenja Butenandt mit 2/2 die bayrischen Spielerinnen an, knapp dahinter steht Jana Bardorz mit 1,5/2, Iva Cheredzhiyska steht nach einer großartigen Partie bei 1/2 und auch Liliane Pavlov konnte nach einer Eröffnungsfalle erfolgreich ihren ersten Punkt eintüten.

In der U14w musste sich Siri Marleen Prinzen nach einem Erstrundensieg in der zweiten Partie leider geschlagen geben, Emily Alferova steht nach zwei Remisen bei ungeschlagenen 1/2.

In der U14 verlor Clemens Lerchl nach langem Kampf gegen seinen deutlich stärkeren Gegner, steht aber bei 1/2. Danylo Bilous hatte spielfrei und steigt am Nachmittag wieder in den Ring. In einer 55-Züge Kampfpartie gab Leonardo Costa einen halben Punkt ab, steht aber bei soliden 1,5/2. Der Star der bayrischen Delegation ist aber eindeutig zu diesem Zeitpunkt Markus Albert, welcher nach einer überragenden ersten Runde seinem 500 Elo stärkeren Gegner nach der Zeitkontrolle eine Lehrstunde im Endspiel erteilte. Seine dominante Stellung demonstrierte er mit 57…Tc3! , wonach Weiß nur noch wenige Züge aushielt.

Hier ist das zweite Update zur Doppelrunde am Mittwoch.

In der U18 fehlt unseren Akteuren weiterhin etwas das Glück. Benedikt wurde im frühen Mittelspiel von seinem Gegner überspielt und musste eine Niederlage quittieren. Magnus hatte spielfrei und wird in der vierten Runde mit einem Punkt wieder starten.

In der U18w zeigt Jana weiter ihre schachliche Klasse, indem sie die dritte Partie mühelos gewinnt. Berrak spielte eine sehr starke Partie, in der sie in beiderseitiger Zeitnot die Übersicht behielt, sie rangiert jetzt bei 50%. Maria hat gegen eine starke Gegnerin leider verloren.

In der U16 haben wir mit Tobi ein heißes Eisen im Feuer, er liegt nach einem weiteren Sieg mit 3 aus 3 an der Tabellenspitze. Auch Petro spielt ein sehr ordentliches Turnier und steht nach seinem Sieg ungeschlagen bei 2 aus 3. Maxi hat leider noch nicht seine Form gefunden und steht bei 0 aus 3.

In der U16w ist unsere Delegation mit vier Spielerinnen sehr stark vertreten. Svenja musste nach zwei Auftaktsiegen gestern ein Remis hinnehmen, womit sie aber immer noch ganz vorne mitspielt. Liliane gewann eine Musterpartie im Najdorf und steht mit 2/3 sehr gut da. Jana musste leider eine Niederlage einstecken, hat aber noch genug Zeit, um wieder zur Spitze zu stoßen. Sie steht bei 1,5/3. Iva musste sich nach langem Kampf leider geschlagen geben und hat 1 aus 3.

In der U14 setzt Markus Albert seinen sensationellen Lauf fort und gewann nach einem Einsteller des Gegners schnell. Leonardo konnte nach dem Remis in der Vormittagsrunde einen der Elo-stärksten Spieler im Turnier mit Schwarz bezwingen und lieft mit 2,5 aus 3 den Führenden im Nacken. Danylo konnte nach ruhigem Partieverlauf mit seinem Remis eher zufrieden sein, er steht nun bei 1,5 aus 3. Clemens versäumte leider einige Chancen und verlor dann zwei Bauern und die Partie. Er steht bei 1 aus 3.

In der U14w verloren unsere beiden Akteure Siri und Emily ihre Partien und werden nun damit „belohnt“, dass sie gegeneinander spielen dürfen. Beide stehen bei 1 aus 3.

Nachfolgend ein toller Bericht unserer Ausnahmespielerin Jana Schneider. Vielen Dank! 🙂

Meine letzte Deutsche Jugendmeisterschaft als Spielerin

von Jana Schneider

Traditionell finden die Deutschen Jugendeinzelmeisterschaften (DJEM) um Pfingsten in Willingen statt. In diesem Jahr wurde das Turnier in den Oktober verlegt und trotz steigender Infektionszahlen nicht abgesagt. In der Woche vom 19.-25.10. spielten die Altersklassen U14 bis U18. In der folgenden Woche vom 26.10.-01.11. sind U10 und U12 geplant. Eine offene Meisterschaft für alle unter 25 Jahren wird in diesem Jahr nicht ausgerichtet.

Ich werde erst einmal nur über die erste Woche DJEM, also die Altersklassen U14-U18, berichten. Die Jüngeren starten ihre erste Runde am Dienstag, den 27. Oktober. Statt neun Runden wie in den letzten Jahren, wurden dieses Mal nur sieben Partien gespielt. Ich trat, anders als in den vorherigen Jahren, in der U18w an. Bei meiner letzten Jugendmeisterschaft wollte ich noch einmal (zum vierten Mal) deutsche Meisterin werden. Das gelang mir sehr souverän mit sieben Punkten, mehr waren nicht möglich. Ich bin sehr zufrieden mit meiner Leistung, mit dem Ergebnis natürlich, aber auch mit der hohen Qualität der Partien. Betreut wurde ich hier von meinem langjährigen Trainer GM Michael Prusikin.

Durch Corona gab es natürlich Änderungen im Turnieralltag, aber die DJEM war doch sehr ähnlich organisiert wie in den letzten Jahren. Die größte Umstellung war sicherlich die Maskenpflicht im Hotel und im Spielsaal während der gesamten Partie. An jeder Ecke waren Desinfektionsspender aufgestellt und es wurde auch darauf geachtet, dass alle sich vor Betreten des Spielsaals die Hände desinfizieren. Die Zuschauer wurden auf die Delegationsleiter beschränkt. Eltern und Betreuer durften den Spielsaal nicht betreten, weder vor noch während den Runden. Dafür wurden alle Partien an DGT-Brettern gespielt und live ins Internet übertragen. Der internationale Meister Christof Sielecki hat jede Runde auf dem Kanal „Chessy TV“ kommentiert, unter anderem gemeinsam mit den Großmeistern Dmitrij Kollars und Sebastian Siebrecht als Gästen. Auch einen Freizeitbereich mit Tischtennisplatten und einem umfassenden Programm gab es wieder. Und auf die traditionellen Spiele der Top 5 Platzierten jeder Altersklasse bei der Siegerehrung mussten wir auch nicht verzichten. Besonders gut war die Live-Übertragung der Eröffnungsfeier und Siegerehrung auf „Chessy TV“. So konnten sich auch Freunde, Familie und andere Interessierte die Ehrungen von zuhause aus anschauen.

Insgesamt kann ich sagen, dass ich das Turnier sehr genossen haben. Eine so große Veranstaltung auszurichten bei den aktuellen Corona-Zahlen ist natürlich fragwürdig, aber dafür war sie sehr gut organisiert. Beispielsweise mussten sich alle Anreisenden aus einer Risiko-Region einem Corona-Schnelltest unterziehen oder einen negativen Test vorweisen, der maximal 24 Stunden alt ist. Ich habe mich gefreut, für Bayern bei den Deutschen Meisterschaften antreten zu dürfen und wieder ein Turnier an richtigen Holzbrettern mit einer Gegnerin gegenüber zu spielen. Nachdem das große Open am Tegernsee abgesagt wurde, ist nicht klar, was überhaupt an Turnieren in den nächsten Monaten stattfindet.

Ich habe damit meine letzte Deutsche Jugendmeisterschaft als Teilnehmerin mit einem bravourösen Sieg abgeschlossen, 2020 war meine zwölfte DJEM als Spielerin, nun folgt die erste DJEM als Trainerin für die Spieler und Spielerinnen der U10 und U12.

Bayern hat insgesamt vier Medaillen bei den Altersklassen U14-U18 erzielen können. Neben mir wurde Markus Albert (SC Ansbach 1855) deutscher Meister in der U14 mit 6/7 Punkten. Er war dabei die Überraschung des Turniers und ist auf dem Setzlistenplatz 34 gestartet. Er musste sich nur dem späteren Vizemeister Diyor Bakiev (Hessen) geschlagen geben und gewann sechs Partien gegen ausschließlich höhergesetzte Gegner, unter anderem gegen Leonardo Costa (Schachklub München Südost), der auf dem fünften Platz landete. Leonardo ist eigentlich noch U12, aber trat eine Altersklasse höher an, um stärkere Gegner zu bekommen. Tobias Kolb (SC 1868 Bamberg) belegte mit 6/7 Punkten den geteilten ersten Platz in der U16, die Buchholzwertung verwies ihn leider auf Rang 2. Nur zwei Remis hat er abgegeben, eines davon gegen den Erstplatzierten Ruben Gideon Köllner (Württemberg). Tobias hat ein sehr starkes Turnier gespielt, auf das er stolz sein kann. Svenja Butenandt (FC Bayern München) errang mit fünf Punkten die Bronzemedaille. Wie Tobias blieb sie ungeschlagen. Auf der Siegerehrung musste sie sich Witze darüber anhören, dass FC Bayern München „nur“ Dritter wurde.   Nachfolgend eine ausgewählte Partie: Schneider-Mundt

Damit gewinnt Bayern die vorläufige Medaillen-Wertung der Bundesländer ohne die noch ausstehenden Altersklassen U10 und 12.

 

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