Schachspieler entlarvt geheimen Zahlentrick, mit dem sich jede Schachuhr überlisten lässt.

Tegernsee. Ein Schachspieler, der die Offene Internationale Bayerische Meisterschaft (OIBM) am Tegernsee mitgespielt hat, entdeckte einen geheimen Trick mit dem sich der Blättchenfall auf der Schachuhr zu 100 Prozent überlisten lässt. Erste Praxistests scheinen die Theorie des Hobbyphysiker zu bestätigen. Seine zahlenbasierte Methode soll für jedes Schachkind und rüstigen Schachrentner innerhalb von Minuten erlernbar sein.

Seit 1996 spielt Ingenieur F. Asching das Turnier am Tegernsee mit und verliert seine Partien regelmäßig: „Früher verging kaum eine Partie, ohne dass ich verloren habe, nur weil mal wieder das Blättchen gefallen ist.“ Die verschiedenen Gegenmittel habe er auf der (OIBM) schon ausprobiert: „Zeitanzeige verdecken, an der Uhr drehen oder langes Einreden auf den Schiedsrichter – nichts hatte auf Dauer wirklich Erfolg.“, berichtet der Junggeselle.

Jedes Mal war ein regelkundiger Rheinländer zur Stelle, der seinem Gegner mit Verweis auf die Turnieregeln einen vollen Punkt zusprach.

F. Asching ist jedoch nicht nur ein cleverer Klötzchenschieber, sondern auch ein guter Beobachter: „Irgendwann fiel mir auf, dass in der Uhr immer wieder so merkwürdige Zahlen und Zeiger versteckt sind.“

Während andere Mitspieler in der Freizeit die Alpen bestiegen, setzte sich F. Asching in sein Hotelkabuff: 64 Excel-Tabellen später ist er sich nun sicher, den geheimen Algorithmus hinter den kryptischen Holz- und Platikkästen endlich entlarvt zu haben: „Wenn man eine Figur zieht und die mechanische Wippe drückt, die sich am oberen Ende der Uhr befindet, dann endet die automatische Verringerung der eigenen Bedenkzeit. Wenn man diesen Mechanismus in einer Häufigkeit wiederholt, der mit der Zuganzahl der Partie korreliert, ist schon viel erreicht. Achtet man nun noch darauf, die nötige Handbewegung für die konstante Strecke zwischen Figur und Wippe jeweils mit einer ausreichend schnellen Geschwindigkeit durchzuführen, sinkt der Zeitverlust und man könnte am Ende der Partie noch einen positiven Wert auf der Anzeige über haben. Dadurch verhindert man ein Auslösen des Blättchenfalls! Man ist praktisch unschlagbar!

Welche physikalische Kraft diese offensichtliche Wirkung herbeiführt, sei ihm zwar nicht ganz klar: „Vielleicht gibt es im katholischen Bayern ja doch etwas, das größer ist als wir!“ Das Ergebnis gebe ihm aber recht: „Kein Schiedsrichter mehr nahm mir in der letzten Runde den Punkt ab!“ erklärte er stolz. Nun will F. Asching seine Erfahrungen an alle andere Schachspieler weitergeben. Dafür möchte er bis nächstes Jahr alle 90.000 Vereinsschachspieler in Deutschland in einem einzigartigen und funktionierenden Mitgliederverwaltungsprogramm verzeichnen.

Nach einer Idee des Postillons: https://www.der-postillon.com/2015/10/autofahrer-entlarvt-geheimen.html?fbclid=IwAR3hS-DyQMuLSp1MW8oJhQR0GjwP7SH9zmHomWDfW4S3yZLgO5ffg4oEZIo (Repost: 4. November 2021, Erstveröffentlichung: 27. Oktober 2015, Autor: Bernhard Pöschla).

Der Postillonartikel steht unter einer Creative-Commons-Lizenz, der  – bezogen auf seinen schachlichen Inhalt und des Faschingsbeginns – abgeändert wurde.

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