24 Schachrätsel in Weihnachtsbaum-Format

24Weihnachtsbäume

LösungenWeihnachtsbäume

Lieber Le(ö)ser
hier ist die Story hinter dem Adventsrätsel an den Fenstern des ehemaligen Amtsgerichts gegenüber dem Rathaus Furth im Wald:
Als ich von den Kulturamtsdamen gefragt wurde, ob der Schachclub eines der 24 Fenster weihnachtlich gestalten wolle, sagte ich sofort zu, denn mir fielen auf Anhieb drei Diagramme mit weihnachtlichem Motiv Tannenbaum ein. Ich bat Axel Steinbrink, den Turnierleiter der deutschen Problemschachspielervereinigung „die Schwalbe“ um Mitwirkung und erhielt eine halbe Stunde später fünf weitere Motive. Heinz Däubler (Amberg), den bayerischen Problemschachwart, ging ich ebenfalls an und erhielt von ihm als Komponisten unglaubliche 18 (achtzehn) Weihnachtsdiagramme in den folgenden drei Tagen. Wenn man schon mal dran ist, fallen einem plötzlich in Zeitschriften und (Problem)Schachbüchern Diagramme auf, die man sonst übersieht. So ging es mir mit den Schachbüchern von Dr. Fabel. Und siehe da: Plötzlich waren es viel mehr als 24 Weihnachtsdiagramme und ich hatte ein Auswahlproblem. Wirklich schwere Diagramme legte ich auf die Seite- vielleicht nächstes Jahr! Für die Fenstergestaltung nahm ich einen „üppigen“ Weihnachtsbaum von Heinz Däubler her und gestaltete zusammen mit den beiden Mädchen im Verein, Miriam und Magdalena, das am 6.Dezember (18 Uhr) am Amtsgericht anzubringende Diagramm. Als kleinen Stolperstein nicht in Schwarz und Weiß gemalt, sondern in rot und hellgrün. Man muss überlegen, welche Farbe passt zu Weiß. Wenn die roten Steine Weiß wären, würde der Bauer auf d8 einziehen zur Dame, aber es gäbe kein Matt in 2 Zügen. Also ist hellgrün Weiß! Fünf weiße Springer, dafür braucht man drei Figurensätze- oder man nimmt die Empfehlung des (verstorbenen) „Problemschachpapstes“ Herbert Grasemann ernst, der für das Lösen vom Blatt ohne Figurenaufstellen plädierte.
Nun zur Lösung der Nr. 1: Warum findet sich auf d7 ein schwarzer Bauer? Damit der weiße König ihn schlägt und dadurch einen eindeutigen Schlüsselzug macht. Schlägt er ihn nicht und macht einen anderen Königszug, so zieht der schwarze Bauer auf d6 und man kann das Matt in 2 Zügen vergessen.
Also 1. Kxd7 und Schwarz ist in Zugzwang. Er hat zwei Läuferzüge und sieben Springerzüge, aber jeder Zug führt im zweiten Zug zum Matt. Nicht besonders schwer, aber optisch schön! Übrigens: Die ältesten, seit über einem Jahrtausend erhaltenen Schachdiagramme sind Problemschachaufgaben, nicht Stellungen aus Schachturnieren. Von der Schönheit des Schachs war man auch früher schon fasziniert.
Max Riedl

 

Lieber Le(ö)ser

hier ist die Story hinter dem Adventsrätsel an den Fenstern des ehemaligen Amtsgerichts gegenüber dem Rathaus Furth im Wald:

Als ich von den Kulturamtsdamen gefragt wurde, ob der Schachclub eines der 24 Fenster weihnachtlich gestalten wolle, sagte ich sofort zu, denn mir fielen auf Anhieb drei Diagramme mit weihnachtlichem Motiv Tannenbaum ein. Ich bat Axel Steinbrink, den Turnierleiter der deutschen Problemschachspielervereinigung „die Schwalbe“ um Mitwirkung und erhielt eine halbe Stunde später fünf weitere Motive. Heinz Däubler (Amberg), den bayerischen Problemschachwart, ging ich ebenfalls an und erhielt von ihm als Komponisten unglaubliche 18 (achtzehn) Weihnachtsdiagramme in den folgenden drei Tagen. Wenn man schon mal dran ist, fallen einem plötzlich in Zeitschriften und (Problem)Schachbüchern Diagramme auf, die man sonst übersieht. So ging es mir mit den Schachbüchern von Dr. Fabel. Und siehe da: Plötzlich waren es viel mehr als 24 Weihnachtsdiagramme und ich hatte ein Auswahlproblem. Wirklich schwere Diagramme legte ich auf die Seite- vielleicht nächstes Jahr! Für die Fenstergestaltung nahm ich einen „üppigen“ Weihnachtsbaum von Heinz Däubler her und gestaltete zusammen mit den beiden Mädchen im Verein, Miriam und Magdalena, das am 6.Dezember (18 Uhr) am Amtsgericht anzubringende Diagramm. Als kleinen Stolperstein nicht in Schwarz und Weiß gemalt, sondern in rot und hellgrün. Man muss überlegen, welche Farbe passt zu Weiß. Wenn die roten Steine Weiß wären, würde der Bauer auf d8 einziehen zur Dame, aber es gäbe kein Matt in 2 Zügen. Also ist hellgrün Weiß! Fünf weiße Springer, dafür braucht man drei Figurensätze- oder man nimmt die Empfehlung des (verstorbenen) „Problemschachpapstes“ Herbert Grasemann ernst, der für das Lösen vom Blatt ohne Figurenaufstellen plädierte.

Nun zur Lösung der Nr. 1: Warum findet sich auf d7 ein schwarzer Bauer? Damit der weiße König ihn schlägt und dadurch einen eindeutigen Schlüsselzug macht. Schlägt er ihn nicht und macht einen anderen Königszug, so zieht der schwarze Bauer auf d6 und man kann das Matt in 2 Zügen vergessen.

Also 1. Kxd7 und Schwarz ist in Zugzwang. Er hat zwei Läuferzüge und sieben Springerzüge, aber jeder Zug führt im zweiten Zug zum Matt. Nicht besonders schwer, aber optisch schön! Übrigens: Die ältesten, seit über einem Jahrtausend erhaltenen Schachdiagramme sind Problemschachaufgaben, nicht Stellungen aus Schachturnieren. Von der Schönheit des Schachs war man auch früher schon fasziniert.

Max Riedl24Weihnachtsbäume